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Bundesinstitut
für Sozialpädagogik, Baden, Niederösterreich
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Die
Kleinstadt Baden bei Wien wird geprägt durch den Bädertourismus
und durch das überregional bekannte Casino. Die Stadt ist herausgeputzt
und vermittelt einen leicht potemkinschen Eindruck. In unmittelbarer Nähe
zum Zentrum befindet sich das neue Bundesinstitut für Sozialpädagogik. Die nördliche Grundstückshälfte weist eine natürliche Verwilderung auf und ist sehr dicht mit Bäumen bestanden. Die südliche Grundstückshälfte wurde hingegen als Parkplatz verwendet und weist daher auch keinen nennenswerten Bewuchs auf. Das Schulgebäude wurde zwischen diese beiden Bereiche situiert, wobei die Klassenräume allesamt nach Norden mit Aussicht auf den dichten Baumbestand orientiert sind. Die südliche Grundstückshälfte dient der Zufahrt und dem Zugang der zwischen Turnsaal und Turnsaalerschließung in und durch das Gebäude geführt wird, um das im Norden gelegene Internat anzubinden. Die gebäudeinterne Erschließung befindet sich an der Südseite. Die überdimensionierte Erschließungsfläche ist zugleich Aufenthaltsbereich für die Schüler. Im 1.OG, das der Administration vorbehalten ist, befinden sich in diesem Bereich Besprechungskojen, im Dachgeschoß, wo die Sonderklassen wie Ateliers und Labor untergebracht sind, dient dieser Bereich als Ausstellungsfläche. Die Klassenräume sind großzügig mit transparenten und transluzenten Scheiben verglast. Die Erschließungsbereiche im Süden werden durch raumhohe, annähernd quadratische Fenster belichtet, die auch mit transluzenten und transparenten Scheiben verglast sind. Das Gebäude zeichnet sich durch ein innovatives Energiesystem aus, durch das die Betriebskosten beträchtlich reduziert werden. Die gesamte Südfassade wurde als großflächiger Sonnenkollektor ausgebildet. In die tragende Stahlbetonfassade wurden Schläuche zur Entwärmung eingelegt. Die Fassade ist innen gedämmt und außen verglast. Zwischen Glas und Beton weist die Fassade einen hinterlüfteten Zwischenbereich auf. Die gewonnene Wärme wird der Nordfassade zugeführt, wobei eine Erwärmung eines außenliegenden Fassadenzwischenbereichs durch Strahlerplatten erfolgt. Die Erwärmung des Zwischenbereichs simuliert eine höhere Außentemperatur und reduziert somit die Wärmetransmission von innen nach außen. Bedingt durch die Anforderungen für die Klassenräume und durch das Energiekonzept wurde das gesamte Gebäude mit Glas verkleidet. Das verwendete Glas ist gehärtet, eingefärbt und mit einem innenliegenden Siebdruck versehen. Es wirkt transluzent und läßt die Nutzung der Innenräume zu den verschiedenen Tages- und Nachtzeiten von außen erkennen. | |